Gemälde von Spinnrädern

Diese Kunstwerke sind nicht im Buch abgebildet, weil sie so jung sind, daß sie zur Dokumentation, wie sich das Spinnrad entwickelt hat, nicht mehr von Bedeutung waren.

 

Langräder

Henri de Braekeleer (1840-1888): Spinnerin, 1869
Henri de Braekeleer (1840-1888): Spinnerin, 1869
Henry John Dobson (1858-1928): Scottish woman spinning
Henry John Dobson (1858-1928): Scottish woman spinning
Hermann Sondermann (1832-1901): Familie mit Frau am Spinnrad, 1879
Hermann Sondermann (1832-1901): Familie mit Frau am Spinnrad, 1879

Bockräder

Benjamin Vautier (1829-1898): Spinnerin, 1858
Benjamin Vautier (1829-1898): Spinnerin, 1858
Katherine D.M. Bywater: The girl at the spinning wheel, 1885
Katherine D.M. Bywater: The girl at the spinning wheel, 1885

Waagerechte Spinnräder mit Rahmen

Wilhelm Maria Hubertus Leibl (1844-1900): Die Spinnerin, 1892
Wilhelm Maria Hubertus Leibl (1844-1900): Die Spinnerin, 1892
Gustave Courbet (1819-1877): Die schlafende Spinnerin, 1853
Gustave Courbet (1819-1877): Die schlafende Spinnerin, 1853
Franz Eybl (1806-1880): Ramsauer Bäuerin am Spinnrad, um 1836
Franz Eybl (1806-1880): Ramsauer Bäuerin am Spinnrad, um 1836
Ludwig Vollmar (1842-1884): Junge Frau am Spinnrad
Ludwig Vollmar (1842-1884): Junge Frau am Spinnrad

Senkrechte Spinnräder mit Rahmen

Albert Anker (1846-1910): Großmutter am Spinnrad, 1883
Albert Anker (1846-1910): Großmutter am Spinnrad, 1883

 

 

 

Abbildungen technischer Spinngeräte des Mittelalters und der Renaissance

 

 

Luccheser Filatorium, Seiden-Zwirnmühle des 13. und 14. Jahrhunderts  (nach V. Zonca)
Luccheser Filatorium, Seiden-Zwirnmühle des 13. und 14. Jahrhunderts (nach V. Zonca)

Wie im Buch auf S. 13 erläutert, wurden diese Seidenzwirnmühlen in Ober-Italien, z.B. Lucca bei Florenz oder ab 1772 in Bologna, aber auch in Köln und Paris betrieben. Der Kupferstich aus dem Jahr 1607 stellt einen Teil einer solchen Maschine dar, die durch Wasserkraft angetrieben wird. Das annähernd runde Filatorium enthielt 200 bis 240 senkrecht stehende Spindeln. Auf den Spulen sind 2 oder mehr Fäden gefacht aufgewickelt. Die Haspeln (oben im Bild) ziehen die Fäden von den Spulen ab. Dadurch, daß der Spinnflügel (s. Detail "A") sich schneller dreht als die Haspeln, werden die ursprünglich parallel liegenden Fäden zusammengezwirnt.

 

Entwurf des Spinnapparates von Leonardo da Vinci (1452-1519)
Entwurf des Spinnapparates von Leonardo da Vinci (1452-1519)

Das Schwungrad mit mit einer Handkurbel angetrieben. Der Spinnflügel bewegt sich vorwärts und rückwärts über die Spule. Es gibt am Ende des Flügelarms nur eine einzige, feststehende Führungs-Öse für den gesponnenen, aufzuwickelnden Faden (im Bild ziemlich weit links auf der Spule erkennbar), so daß die Spule absolut gleichmäßig gefüllt wird, ohne daß die Spinnerin das Spinnen und/oder Kurbeln unterbrechen muß.

 

Spinnflügel, der von einer Wasserkraft-Turbine angetrieben wird, Giovanni Branca 1629
Spinnflügel, der von einer Wasserkraft-Turbine angetrieben wird, Giovanni Branca 1629

Eine Spinnmaschine für jede Hausfrau im Privathaus - im oberen Stockwerk läuft das Wasser in die Schnecke hinein, der Druck des Wassers treibt die Turbine und die Transmission dreht bis zu zwei (dargestellt ist nur eine Einheit) aufrecht stehende Spulen. Der einseitige, leichte Spinnflügel (s.a. das Luccheser Filatorium) wird wohl nachgeschleppt. Wofür der Stock dienen soll, auf den die Spinnerin den linken Fuß stützt, wird nicht ganz klar, wahrschenlich eine Art Bremse oder Schalter, mit der die Transmission angehalten werden kann?

 

Diese Idee des Ingenieurs Giovanni Branca erscheint bezüglich des Aufwandes doch etwas übertrieben und auch wegen ihrer Ortsgebundenheit nicht ideal ...